"Stressberuf Schüler" / schonungslos - konstruktiv

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Kapitel in diesem Buch

  • Es geht um die Schüler
  • Warum hab ich dieses Buch geschrieben
  • So kam es zum Buch
  • Lassen wir die Kinder doch Kinder sein  
  • Kinderkrippe oder zuhause – was ist besser
  • Schulstart
  • Schlüsselkinder versus VIP Kids
  • Ein durchschnittlicher Schultag
  • Meine Frau, die Lehrerin
  • Hausübung
  • Zu viel Stoff?
  • Neue Schule – der Psychodruck beginnt
  • Der Stoff für den Test oder die Schularbeit
  • Elternsprechtag
  • Nachhilfe durch Eltern, Lehrer oder Lerninstitute
  • Ein wenig Statistik und meine Analyse dazu

 

  • Baustelle Schule
  • Ist Schule notwendig?
  • Der aufmerksame Lehrer
  • Der Lehrer ist nicht schuld
  • Lehrer - viel Geld für wenig Arbeit?
  • Lehrer – Traumjob oder Alptraum?
  • Aufregen unerwünscht
  • Auf den Lehrer kommt es an
  • Ganztagesschule = Massenschülerhaltung
  • Handy an Schulen
  • Der moderne Unterricht
  • Ferien und autonome Tage
  • Problem Schülerverhalten
  • Was Lehrer Anonym so von sich geben
  • facebook & Co
  • Meine 10 Punkte einer modernen Schule
  • Die gerechte Note
  • Erfahrungen eines Auswanderers
  • Nachwort

Stimmen zum Buch

16.10.2013

Jetzt weiß ich, welches Buch ich mir als nächstes kaufe...super!!! Der Titel alleine schlägt voll in die Kerbe, die die Mischung aus Mitgefühl, Zorn und Hoffnung in mir erzeugt hat. Ja! Ich freu mich über das Buch, noch bevor ich es gelesen habe - wie ich mich über den Film Alphabet freue! Als Gymnasiallehrerin hab ich einigen Einblick... Liebe Grüße - ebenfalls aus Wien Clarissa Horak

08.10.2013

Wenn Sie erlauben, muss ich kurz meine eigene Meinung einbringen. Ich bin selbst Mutter von 2 schulpflichtigen Kindern und schon als ich die ersten Zeilen Ihrer Leseprobe las, konnte ich mich damit total identifizieren. Es tut gut zu wissen dass es nicht nur mir so geht und es Leute gibt die den Mut haben dagegen anzugehen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. Werde mir sicher Ihr Buch kaufen.

Mit schönen Grüßen Monika Lackner

27.09.2013

Ja, ja und ja. Ich habe mich als Elternteil mehrfach wiedergefunden. Viele der angesprochenen Missstände können wir bzw. mein Sohn aus Erfahrung bestätigen. Gut gefällt mir, dass Sie mehrfach betonen, dass es auch motivierte und gute Lehrer gibt (ich befürchte, dass die, die sich negativ angesprochen fühlen, das "überlesen" werden und Sie am liebsten zum Teufel jagen würden). Ihr Buch spricht wirklich ausnahmslos alles an, was auch mir zu diesem Thema einfällt. Zusammenfassend: Ein Buch, dass Eltern Mut macht, ihnen zeigt, dass sie nicht alleine dastehen (Daumen hoch für die Praxisbeispiele), zum Nachdenken anregt (hoffe ich für den ein oder anderen) und polarisieren wird. Ihr Ziel, zu provozieren, aufzuwecken, "aufzumucken", haben Sie auf jeden Fall erreicht. Ich bin sehr gespannt auf die Reaktionen, die kommen werden - da bin ich sicher ;-)

Liebe Grüße Sandra Schmidt

Leseprobe "Stressberuf Schüler"

Unsere Kinder haben eine 60-Stunden Woche und bringen in jungen Jahren Höchstleistungen.

Das Buch "Stressberuf Schüler" zeigt schonungslos auf, welchem Stress unsere Kinder ausgesetzt werden. 

Ein durchschnittlicher Schultag

 

Jeden Morgen von Montag bis Freitag ist um 6.30 Uhr Aufstehen angesagt. Langsam quält man sich ins Bad und macht sich fertig zur Abfahrt. Je nach Länge des Schulweges beginnt der Stress schon jetzt, wenn man sich beim Fertigmachen oder Aufstehen zu viel Zeit gelassen hat. Um 7.45 Uhr läutet es zur ersten Stunde und man schafft es noch vor dem Lehrer, in der Klasse zu sein. Heute ist neben fünf verschiedenen Fächern auch noch eine Turnstunde angesagt.

 

    Die kurzen Pausen reichen oft gerade zum Wegräumen der einen und Rausholen der anderen Sachen. Nur in der großen Pause ist es möglich, seine mitgebrachte Jause zu probieren, aufessen ist oft nicht möglich. Das wird dann spätestens beim Heimfahren erledigt. Nach durchschnittlich sechs Unterrichtsstunden endet der erste Teil des Schultages und man macht sich um ca. 14.00 Uhr auf den Heimweg.

 

    Wenn man dann zwischen 14.30 Uhr und 15.00 Uhr zuhause angekommen ist, wird erst einmal ordentlich etwas gegessen. Aber man hat nicht viel Zeit, denn heute sind drei verschiedene Aufgaben zu erledigen und morgen ist ein Test angesagt.

 

….

 

Nach nicht einmal einer Stunde Pause geht es dann so gegen 16.00 Uhr wieder an die Schulsachen. Selten, dass man alles so vermittelt bekommen hat, dass man es verstanden hat und flott die Aufgaben erledigen kann. Nun ist Mamas Rat wieder gefragt, sofern man das Glück hat, dass sie helfen kann. Nachfragen bei Schulkollegen ist meistens nicht vielversprechend, denn die wissen auch nicht so genau, wie es geht. Jetzt hat man drei Aufgaben, die man normalerweise in ca. zwei Stunden erledigt haben sollte, was aber nicht möglich ist, wenn man sich nicht auskennt.

 

    Nun tritt die Hobbylehrerin Mama, wie fast täglich, auf den Plan und beginnt, sich in die Materie einzulesen. Nachdem man sich als Erwachsener teilweise schon schwer tut, die Dinge zu verstehen, muss man das jetzt noch so aufbereiten, dass man den Stoff dem Kind beibringen kann und das Kind diesen dann auch versteht. Täglich die gleiche Frage: „Ist es nicht Aufgabe der Lehrer, den Kindern den Stoff so zu vermitteln, dass er auch verstanden wird?“

 

….

 

Spätestens um 21.00 Uhr geht es aber weiter, denn es stehen noch die Stundenwiederholungen an und für den morgigen Test lernen. Papa fragt wie immer, was denn da so lange dauert, und die Antwort ist, wie immer, die gleiche: „Die Lehrer schaffen es nicht, den Kindern den Stoff so zu vermitteln, dass sie selbstständig eine Aufgabe machen können.“ Nach einem kurzen, aber gemeinsamen Abendessen sitzt man wieder im Zimmer und macht die Stundenwiederholungen. Danach lernt man den Rest für den morgigen Test, für den man sich ja seit ca. vier Tagen vorbereitet. Mama ist so nett und prüft das dann alles noch einmal ab, wenn man fertig ist.

 

….

 

… so gegen ca. 23.30 Uhr ist dann endlich alles fertig. Es hat heute leider wieder etwas länger gedauert, da man erst für die Aufgabe alles erarbeiten musste. Man fällt ins Bett und schläft völlig erschöpft sofort ein.

 

    Es läuft Gott sei Dank nicht jeden Tag so, aber es kommt leider oft vor. Normalerweise schafft man es, so gegen 21.30 fertig zu sein und kann dann doch noch ein bisschen etwas Nicht-Schulisches machen.

 

    Wenn man diesen Schultag beleuchtet, fällt einem Folgendes auf:

 

    – 6 Unterrichtsstunden in der Schule

 

    – 1 Stunde Transfer hin und zurück

 

    – 2 Stunden, oft auch länger, Aufgaben machen

 

    – 2 bis 4 Stunden lernen

 

    – Freizeit? Fehlanzeige!

 

Realistisch hat man so von Montag bis Freitag ca. 50 Stunden mit der Schule zu tun. Das reicht aber in der Praxis nicht aus, wenn man mit gutem bis sehr gutem Erfolg die Schule abschließen will. An Wochenenden muss genauso gelernt werden und wie oben beschrieben gibt es oft Herausforderungen, die einfach zeitaufwendiger sind. So kommen gut weitere 10 Stunden pro Woche noch dazu, was bedeutet, dass ein Schüler, der die Schule ernst nimmt, ca. 60 Stunden pro Woche für die Schule arbeitet (Unterricht, Aufgaben, lernen, Nachhilfe …).

 

….

 

Die vielen Hobbylehrer, die es gibt, bekommen ebenfalls nichts für den Unterricht zuhause. Doch als einzige Alternative kann man sein Kind nur zu teuren Nachhilfestunden bringen, die interessanterweise wieder von Lehrern gemacht werden, die oftmals nicht den gewünschten Erfolg im Schulunterricht erzielen.

 

Wozu schicken wir die Kinder dann überhaupt in die Schule, wenn man nur durch eigene oder privat bezahlte Nachhilfe die geforderten Aufgaben positiv schafft?

Unterhaltsame Schulanalyse